Riesenqualle wird in Wien erforscht

Die Mundarme der Qualle werden über zwei Meter lang.

Mi, 11.10.2017

© Daniel Zupanc

Ihr Schirm hat einen Durchmesser von fast 70 Zentimetern, ihre schwarzen Mundarme werden über zwei Meter lang: Die Riesenqualle Rhizostoma luteum ist ein Wunderwesen und gibt große Rätsel auf. Einigen davon geht Meeresforscherin Karen Kienberger derzeit im Tiergarten Schönbrunn auf den Grund. „Über die Riesenqualle ist fast nichts bekannt. Viele Jahre zweifelte man sogar, ob es sie überhaupt gibt. Dabei kommen Riesenquallen sogar vor den Badestränden von Spanien und Marokko in unmittelbarer Nähe der Küste vor.“ Im Keller des Aquarienhauses wurde Kienberger ein kleines Labor eingerichtet. Dort untersucht sie, wie sich unterschiedliche Temperaturen und Salzgehalte auf die Entwicklung der Riesenquallen auswirken. Mit Taschenlampe, Lupe und Mikroskop beobachtet sie das Wachstum der anfangs weniger als einen Millimeter großen Polypen. Das Thema der Forschungsarbeit ist brandaktuell. Denn eine Frage beschäftigt die Experten weltweit: Werden sich Quallen massenhaft ausbreiten, wenn sich die Meere erwärmen? (pla)

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